Soziale Medien und die psychische Gesundheit

Soziale Medien sind omnipräsent. Ob in der Arbeit oder zu Hause: Mit Instagram, Twitter, Facebook, YouTube & Co. ist man stets informiert und vernetzt. Noch nie war es einfacher mit Freunden und Familie in Kontakt zu bleiben, Lieblingsbrands zu folgen oder die neuesten Trends zu entdecken. Doch wie wirkt sich das Ganze auf unsere psychische Gesundheit aus? Soziale Auswirkungen und psychische Gesundheit Die globale Vernetzung hat im Laufe der Jahre viele positive Aspekte mit sich gebracht. So helfen soziale Netzwerke bei der Aufrechterhaltung von Beziehungen, unterstützen das soziale Lernen und bieten die Möglichkeit die eigene Identität weiterzuentwickeln. Dabei spielen unter anderem auch Abkürzungen sowie Jugend- und Netzsprache eine wichtige Rolle bei der Kommunikation. Zusätzlich können Gefühle durch Texte, Bilder oder Videos zum Ausdruck gebracht werden. Des Weiteren lässt sich der Kontakt mit Familie und Freunden auch über eine größere Distanz hinweg aufrecht erhalten. Gruppenchats stärken dabei sowohl den Zusammenhalt als auch die emotionale Bindung. Es führt jedoch zu einem Problem, wenn Follower und Likes anfangen das Leben zu bestimmen: Online kann man sich selbst dadurch schnell verlieren. Es entsteht häufig ein dauernder Zustand des Vergleichens. Egal, ob mit vermeintlich perfekten Influencern, Promis oder dem Nachbarn. Dies kann zu negativen Auswirkungen auf die psychische Gesundheit führen. Dass diese Inhalte hingegen immer nur Momentaufnahmen oder gar von Grund auf inszenierte Situationen sind, wird selten wahrgenommen. Sollte der Alltag zu stark von den sozialen Medien bestimmt werden, kann sich dadurch auch eine Sucht entwickeln. Eine solche Abhängigkeit kann sich auf zwischenmenschliche Beziehungen, den Arbeitsalltag und die Schlafgewohnheiten auswirken oder gar das Selbstwertgefühl und die Selbstwahrnehmung verändern. Wer jedoch soziale Medien bewusst nutzt, profitiert von den vielen Vorteilen und Möglichkeiten. „Bewusst“ bedeutet hier sowohl Menschen als auch Unternehmen bzw. Influencern zu folgen, die einen persönlich glücklich machen, die einem als UserIn vor allem einen Mehrwert bieten und mit deren Inhalten man sich identifizieren kann und sich dabei auch wohl fühlt. Zahlreichen Projekten kann so mehr Gehör verschafft werden indem aktuelle Themen aufgearbeitet werden, was wiederum zu mehr „Awareness“ in der Gesellschaft führt. Ein Schritt in die richtige Richtung: Instagram als Vorreiter Bald sollen Likes auf Instagram „verborgen“ werden, sodass man die Anzahl der Reaktionen anderer User nicht mehr sehen kann. Derzeit wird der Testbetrieb aus 6 Ländern auf alle Accounts ausgerollt. Der Wettbewerb um die meisten Herzen soll damit gestoppt werden, denn der eigentliche Fokus soll auf den Inhalten und dem Mehrwert für die UserInnen liegen. Selbst kann man noch immer die Anzahl der Likes sehen, so ist es weiterhin möglich zu bestimmen welcher Content bei der Community gut ankommt. NutzerInnen sollten dadurch selektiver und genauer prüfen mit welchen Inhalten sie sich täglich auseinandersetzen. Dies führt wiederum zu mehr Wohlbefinden in unserer vernetzten Welt und wirkt sich auch positiver auf die psychische Gesundheit aus. Fazit Letztendlich ist es interessant, sich einmal selbst vor Augen zu führen. Wie viel Zeit verbringt man online und wie wirkt sich dies auf das eigene Leben aus? In Zukunft werden bekannte Unternehmen und Personen sich damit beschäftigen müssen, den [...]