Über Stefanie Tscherne

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Real, realer, Instagram Reels

Seit vergangener Woche ist es soweit: Mit Instagram Reels etabliert die Foto-Plattform eine neue Funktion, die TikTok den Kampf ansagt. Instagram Reels vs. TikTok Es war die Erfolgsgeschichte des Lockdowns: Der Hype um TikTok im Frühling 2020. Die Download-Zahlen gingen durch die Decke und an kaum jemanden ging dies spurlos vorbei. Noch im April diesen Jahres war davon auszugehen, dass die Video App im Sturm die Social Media Welt erobern und maßgeblich verändern würde. Doch bald darauf jagte eine Skandalnachricht über das Unternehmen die nächste: Unmenschliches Shadow Banning, ökonomische Instrumentalisierung von Hate Speech und zu allem Überfluss die völlig undurchsichtige Datenerfassung von Nutzerinnen und Nutzern.  Instagram Reels: Keeping it real?! Auf all das reagierte die Foto-Plattform und rollte bereits im Frühsommer Reels in den Testmärkten Frankreich, Deutschland, Brasilien und Indien aus. Seit vergangener Woche hat nun der gesamte DACH-Raum die Möglichkeit, 15 Sekunden lange Clips selbst zu schneidern. Wie ihr die neue Funktion nutzen könnt, haben wir übrigens bereits detailliert an dieser Stelle für euch zusammengefasst! Mit der Veröffentlichung von Instagram Reels wird einmal mehr ein Format aufgegriffen, das nicht unbedingt die eigene Idee der Plattform war. Wie viel macht das aus, wenn die Version von Instagram ähnlich positiv angenommen wird wie Storys?  Was bedeutet das für die Werbewelt? Die Platzierung der Shortclips auf der Explore Page fungiert als eine Art Trendbarometer, die laufend und bezugnehmend auf das eigene Nutzungsverhalten aktualisiert wird. Einmal mehr ist das Stichwort Algorithmus bei Instagram also ein großes Thema. Anders als beim Gegenspieler TikTok ist dieser aber, zumindest teilweise, berechenbarer. Dies liegt daran, dass Instagram durch das Folgen von Profilen den Content grundsätzlich schon auf eine ganze andere Art und Weise personalisiert. Momentan ist die Lage jene, dass durch die Veröffentlichung von Reels die Reichweite des jeweiligen Kanals organisch gepusht werden kann. Es lohnt sich daher vermutlich gerade jetzt, erste Clips auf dem eigenen Account anzulegen. Die Option der Bewerbung wird außerdem in Aussicht gestellt.  Fazit Es bleibt wie immer spannend im Content-Kosmos um den Social Media Planeten – neue Funktionen bringen meist ungeahnte Möglichkeiten mit sich. Wenn ihr Tipps zur Erstellung von eures Contents braucht, schaut mal hier rein oder kontaktiert uns einfach direkt! 

Von |2020-09-18T10:16:53+02:00September 11th, 2020|

Pin it – 3 Gründe, warum ihr Pinterest auf dem Schirm haben solltet!

Wie Pinterest Instagram, TikTok und Co. in Sachen Werbung in den Schatten stellt.  Durch die Integration von Werbemöglichkeiten rückt die visuelle Plattform bereits seit Anfang 2020 voll und ganz in den Fokus der Aufmerksamkeit des Online Marketings. Die Zielgruppe ist so kaufkräftig wie kauffreudig und divers. User nehmen das Netzwerk als sehr positiv wahr. Dadurch, sowie durch die Integration von Links in Pins, eignet sich die digitale Pinnwand hervorragend zur Generierung von Traffic. Die Plattform funktioniert wie eine Suchmaschine: Bedacht eingesetzte Keywords bringen den Erfolg. Wird ein Profil angelegt, eröffnet sich Usern eine Welt von über 2 Milliarden Pins täglich. Der ideale Ort also, um sich inspirieren zu lassen und Informationen zu verschiedensten Themen zu finden. 1. Markenlose Inspiration  97% der Suchen sind ungebrandet. Das beutetet, dass die Nutzerinnen und Nutzer unvoreingenommen und vollkommen offen sind für das, was wir ihnen zeigen. Außerdem schätzen über die Hälfte der User die Werbeanzeigen als hilfreich ein. Diese maximale Offenheit bietet uns Werbetreibenden die Möglichkeit, potentielle Kunden mit einem bereits bestehenden Kaufwunsch abzuholen. Sie suchen Ideen, die wir für sie aufbereitet haben. Essentiell ist, wie bereits erwähnt, die visuelle Darstellung und im besten Fall ein charmanter Call to Action für den letzten Schritt in Richtung Conversion.  2. Kaufkräftige Millenials  Mit diesem Nutzungsverhalten vor Augen, lohnt sich ein genauerer Blick auf die Demografie der User gewaltig: Der Großteil sind tatsächlich Millenials. Im Gegensatz zur jüngeren Nutzerschaft von TikTok etwa, kann hier also direkt eine liquide Gruppe adressiert werden, die aktiv auf der Suche nach (Produkt-)Ideen ist. Laut Pinterest haben überdies mehr als 40% der Nutzerinnen und Nutzer in den USA ein Haushaltseinkommen von über 100.000 Dollar jährlich. Mehr als die Hälfte der User kaufen ein, nachdem sie einen gesponserten Pin gesehen haben. Wenn sich diese Daten auch auf den DACH-Raum umlegen lassen, bietet die digitale Pinnwand äußerst vielversprechende Ergebnisse für Werberinnen und Werber.  3. Vielfältige Nutzerschaft  Täglich sind 320 Millionen User hier aktiv. Die Nutzerinnen (25-54 Jahre alt) dominieren auf Pinterest zwar nach wie vor das Feld, doch 40% der Neuanmeldungen werden von Männern durchgeführt. Damit ergibt sich auch eine Ausweitung der Themenvielfalt und Produktbandbreite. Eine Kampagne sollte daher von Anfang an gut strukturiert und geplant sein. Es besteht starke User Bindung und wiederkehrende Nutzung, vor allem übrigens via App. Das bedeutet, dass unbedingt besonderes Augenmerk auf die mobile Gestaltung der Creatives gesetzt werden muss.  Fazit  Pinterest bietet zahlreiche Möglichkeiten und kreative Zugänge zu aufgeschlossenen Zielgruppen, die offen auf der Suche nach Input sind. Mit einer klaren Strategie, herausstechenden Visuals und kompetenten Einsatz von Budget ist die digitale Pinnwand ein spannender Werbeplatz, den es zu erobern gibt. 

Von |2020-07-13T08:32:28+02:00Juli 10th, 2020|

Warum es sich nicht lohnt, TikTok zu ignorieren

TikTok geht als Gewinner der Corona-Krise hervor. Die Zahlen der Downloads sind in den vergangenen beiden Monaten auf ein Rekordhoch geklettert: Sie kratzen an der zwei Milliarden Download Marke. Damit können bislang nur Gaming-Apps konkurrieren. Die Fakten Trotzdem scheint bisher kaum jemand abseits Mitte Zwanzig zu verstehen, worum es eigentlich geht. Bisher wurde die Zielgruppe als zu jung eingestuft, um die Plattform werbetechnisch in Betracht zu ziehen. Dennoch wagten sich schon zu Beginn große Markennamen wie zum Beispiel Guess oder Nike in unbekanntes Terrain vor. Mittlerweile hat sich nämlich einiges getan: Die Zielgruppe hat sich in der Altersgruppe erweitert und somit sind nicht nur Teenies erreichbar, sondern bis zu 24-jährige. Außerdem gibt es inzwischen auch die Option Ads zu schalten. Die Basics über TikTok Was macht man denn eigentlich auf TikTok? Die Mittel in der App Content zu gestalten sind enorm und vor allem kinderleicht zu bedienen. Erstellt werden können 10-60 Sekunden lange Videos. Für diese gibt es unzählige Bearbeitungsoptionen: Von Filtern, über Special und Lens Effects, zu Musik und Ton. Wichtige Elemente sind Hashtag Challenges, ein niemals endender Feed und zahlreiche kreative Möglichkeiten für maßgeschneiderte Inhalte. Beim Öffnen sieht man keinen Feed, wie wir ihn bereits gewohnt sind, sondern es geht sofort los. Die Personalisierung und der Algorithmus TikTok personalisiert bereits beim Öffnen der App. Ab Sekunde eins der Nutzung werden Information über die jeweiligen Präferenzen generiert und stets erweitert. Das setzt sich aus dem was bereits angesehen wurde und Interaktionen zusammen. Es ist nicht nötig, erst anderen Accounts zu folgen um Inhalte angezeigt zu bekommen, wie das zum Beispiel bei Instagram oder Facebook der Fall ist. Vergleichbar wäre das mit der Explore Page von Instagram, nur mit viel höherer Geschwindigkeit. Denn eins ist klar – TikTok verschwendet bezüglich Wachstum und Suchtlevel-Generierung keine Zeit. Es gibt zahlreiche Trends, Challenges und Insider Witze, die Nutzerinnen und Nutzer rasch in ihren Bann ziehen. Community Building fällt nicht ins Gewicht, da die Schnelllebigkeit und Engagement Rate im Vordergrund stehen. Die engagierte Audience Gerade beim Stichwort Engagement wird deutlich, dass die Videoplattform anders ist. Darauf wird maßgebend der Fokus gesetzt und das macht es auch für uns interessant. Userinnen und User verbringen pro Tag durchschnittlich 52 Minuten auf TikTok! Die Inhalte sind authentischer als auf anderen Kanälen, die zentriert um ein eigenes Profil aufgebaut sind. Um viral zu gehen, ist es hier tatsächlich egal wie dieses aussieht. Die beste Strategie  Die beste Zeit, sich auf der Plattform zu positionieren ist in Anbetracht des Wachstums eindeutig genau jetzt. Um sich nicht direkt als Millenial oder Boomer zu outen, gibt es bei der Gestaltung von Kampagnen allerdings einiges zu beachten. Definitives No-Go ist etwa, zu versuchen Content zu recyceln. Hier braucht es eine ganz eigene Strategie, alles funktioniert anders. Das bringt viel Positives mit sich, denn Inhalte lassen sich ideal auch an neuem Publikum testen. Wertvolle Instrumente sind Kollaborationen mit Influencern, Erstellung von markenbasierten Lenses oder Brand Takeover. Offenheit in Bezug auf Kreation ist gerade bei Neuem besonders wichtig. Fazit  TikTok ist die Antwort auf die Frage, [...]

Von |2020-06-18T14:50:48+02:00April 30th, 2020|

Instagram Likes: Loves me, loves me not

Instagram startete Project Daisy – auch bekannt als Hidden Likes – im April vergangenen Jahres. Die ersten Ergebnisse fallen positiv aus und der Testlauf wird bereits weltweit ausgedehnt. Doch was ändert sich nun ohne Like-Count? Ob es uns nun gefällt oder nicht: Läuft der Test weiterhin so positiv wie von Instagram kommuniziert wird, werden die Likes vermutlich bald endgültig abgeschafft. Die eigene Währungseinheit zu eliminieren, mag auf den ersten Blick unüberlegt wirken, ist jedoch eine nachvollziehbare Reaktion der Plattform auf Studienergebnisse, nach welchen die mentale Gesundheit junger Nutzer unter dem ständigen Vergleich untereinander und einem fragwürdigen normativen Körperbild leidet. Höchste Zeit also, sich damit auseinanderzusetzen, was das Wegfallen der Zahl neben dem roten Herz für uns bedeuten würde.   Bye-Bye, Instagram Likes! Wirft man einen detaillierteren Blick auf die momentane Umsetzung und das Konzept privater Likes, wird schnell deutlich, dass der Schritt eher zaghaft als tollkühn ist. Den Followern bleiben die Zahlen zwar zukünftig verborgen, der Creator selbst kann sie jedoch weiterhin sehen. Dazu ist nur ein Tippen auf „… and others“ notwendig. Ist das wirklich genug für junge User, um sich nicht weiterhin durch diese Zahl bestätigt zu fühlen? Wer sich die Mühe macht, kann im privaten Kontext bestimmt auch die Likes der Anderen zählen. Die Angabe unter dem Posting hat keine automatische Anzeige mehr, die Liste lässt sich trotzdem abrufen. Um die größten Player der Plattform nicht zu verärgern, werden vermutlich Zahlen ab zehntausend weiterhin angezeigt.   Herzschlag Prognostiziert wird ein Anstieg der Postings und der Content im Feed sollte damit an Qualität und Authentizität zunehmen. Der Konkurrenzgedanke beim Posten soll eliminiert werden. Die Möglichkeiten der Erfolgsmessung verlagern sich von den roten Herzen auf gespeicherte Beiträge, Kommentare und Reichweite. Nach dem Rückgang der Like-Aktivitäten im Jahr 2019 ist das für viele ohnehin schon der wertvollere Weg, um Zahlen und Ergebnisse zu interpretieren. Die Kommunikation über die Plattformen ändert sich künftig mit Sicherheit. Zielsetzungen müssen neu definiert werden. Ein wichtiges Instrument für Reichweite bleiben natürlich zusätzlich die Hashtags.  Mein Fazit  Werden die Likes abgeschafft, ändern sich zwar die Rahmenbedingungen für alle NutzerInnen der Foto- und Videoplattform, aber diese zu adaptieren wird kaum einen bahnbrechenden Unterschied machen. Es werden sich andere Maßeinheiten finden und der Algorithmus wird nach wie vor unsere Feeds bespielen (nach welchen Kriterien auch immer). Spannend bleibt, wie sich ohne Likes das Influencer-Marketing verändern wird und ob es weiterhin für neue Gesichter möglich sein wird, sich zu etablieren. Es bleibt also spannend. 

Von |2020-02-21T13:16:59+01:00Februar 21st, 2020|