Big Data – Made in China

Daten verändern unser Leben. Die Digitalisierung nimmt derweil auf fast alle Bereiche in unserem Alltag Einfluss – und es werden immer mehr. Für uns Werbetreibende ist das Thema Big Data auch ein positives – Botschaften können gezielter gestreut werden, User erhalten passendere Inhalte ausgespielt und die Analyse der Ausspielungen wird exakter. Klingt doch ganz gut oder? Das erspart einem überflüssige Werbung.

Es gibt jedoch noch Luft nach oben – auch in negativer Hinsicht: Blickt man bezüglich dieses Themas beispielsweise nach China, erkennt man, was bereits möglich ist. Dort wird aktuell ein Sozialkreditsystem aufgebaut, das das Verhalten  der BürgerInnen auf Basis von persönlichen Daten bewertet. Bis 2020 soll die gesamte Bevölkerung damit erfasst und ausgewertet werden. 

Daten und ihre möglichen Schattenseiten – Der AAA-Bürger

Die chinesische Regierung wird ab 2020 all seine BürgerInnen bewerten und benoten. Wer negativ ausfällt, muss mit Konsequenzen rechnen. Bewertet wird nicht nur mit Daten von Online-Plattformen und Behörden, Verhaltensübertretungen und Online-Kauf-Verhalten, sondern auch mit flächendeckender Verbreitung von Videoüberwachung und Gesichtserkennungssoftware. Alle relevanten Daten fließen dann in ein Punktekonto.

Beispielsweise gibt es Bonuspunkte für den Kauf von gesunder Babynahrung und Abzüge für Pornokonsum oder Autounfälle. Bewertet wird man wie von einer Rating-Agentur – Nutzer mit mindestens 1.300 Punkten sollen den AAA-Status erhalten, alle die weniger als 600 Punkte haben, bekommen den schlechtesten Status. Die Bewertungen sollen auch Auswirkungen auf Kredite, Versicherungen oder Studienplätze der Kinder haben. Doch damit nicht genug. Selbst die Reisefreiheit, die Mobilität sowie die einfache Buchung eines Hotelzimmers können damit eingeschränkt sein. Auch die Weiterbildung der Kinder von schlecht bewerteten BürgerInnen könnte als Druckmittel eingesetzt werden. Dass die Bewertungen auch öffentlich gemacht werden, ist nicht ausgeschlossen.

So die aktuelle Situation in China – die EU hat bezüglich Daten seinen Zugang mit der Einführung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) überarbeitet und diese Thematik in den Fokus gerückt. Ein ähnliches Szenario wie in China wird in Europa wohl nicht eintreten, was meint ihr?

Die DSGVO und heimische Entwicklungen

Die DSGVO und die EU steuern Entwicklungen wie denen in China stark entgegen. Im Rahmen der gelebten Praxis sowie der Rechtsgebung. Die Versuchung der wachsenden Datenberge ist dennoch groß. Die DSGVO regelt hierzulande aber alle sensibel und personenbezogenen Daten zum Schutz natürlicher Personen. Unternehmen müssen Datensätze nicht nur in einem Verzeichnis führen, sondern diese auch jederzeit löschen können sowie die Zustimmung zur Verwendung personenbezogener Daten einholen. Und auch die Sanktionen bzw. Strafen sind bei Verstößen gegen die DSGVO immens hoch. Bei schwerwiegenden Verstößen können Geldbußen bis zu 20 Millionen Euro oder 4% des weltweiten Jahresumsatzes fällig werden.

Künftig braucht es also weiterhin eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Datenschutz. Dies ist ein Thema, welches konstante Anpassungen rechtlicher Rahmenbedingungen benötigt. Denn die Daten werden mehr und die Menschen diesbezüglich sensibler. Unternehmen sowie Werbetreibende müssen einen transparenten und seriösen Umgang mit Daten pflegen und sich diese Thematik verantwortungsvoll auf die Fahnen schreiben. Auch um die Qualität und Relevanz der ausgespielten Werbeinhalte zu garantieren.

Es bleibt spannend wie die DSGVO in der Praxis die nächsten Jahre umgesetzt wird und wie die ersten Sanktionen bezüglich Verstößen ausfallen werden. Und eines ist sicher: Die Thematik wird bleiben und uns weiterhin intensiv beschäftigen.

By |2018-09-12T13:48:07+00:00September 12th, 2018|

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