Während Instagram Reels und TikTok momentan in aller Munde sind, arbeitet Facebook still und „heimlich“ an neuen Features und dem Ausbau der AR-Technik. 

Organic Video Post Testing Tool 

Starten wir mit dem Creator Studio: A/B-Tests für Video Posts! Du kannst mit den sogenannten „Organic Video Post Testing Tool“ nun bis zu vier Varianten eines Videopostings gegeneinander in einem A/B-Test Setting antreten lassen.

Das funktioniert so: Du testest deine Beiträge an einer kleinen Prozentzahl deiner Follower. Der Gewinnerpost wird entweder anhand einer von dir festgesetzten Zeit oder einer bestimmten Anzahl von erreichten Impressionen ermittelt. Der Clou daran ist, dass die Testpostings nicht auf deiner Seite erscheinen. Lediglich der Beitrag der gewinnt, wird automatisch gepostet. Beachte jedoch, dass die Beiträge dadurch organisch nicht geboosted werden können. Die Impressionen für das Testing sind natürlich limitiert. Du erreichst organisch nicht mehr User, sondern kannst durch das Tool „nur“ besseren und ansprechenderen Content erstellen. Und genau diesen Content kannst du demnach besser bewerben.

Momentan profitieren nur wenige Seitenadmins vom Organic Video Post Testing Tool. Wenn du einer dieser Auserkorenen bist, dann bekommst du beim Erstellen eines Beitrags im Creator Studio eine kleine Pop-Up Benachrichtigung. Facebook will noch erstes Feedback abwarten, bevor das Tool großflächig ausgerollt wird. 

Project Aria steht in den Startlöchern und auch Infinite Offices werden immer greifbarer.

Facebook will mit  Project Aria aufzeigen, wie Augmented Reality in unserem Alltag funktionieren kann. Digitale Objekte könnten zum Beispiel permanent im Raum verankert werden. Wenn du deinen Haustürschlüssel wieder mal verlegt hast, weist dich die Brille darauf hin, wo du den Schlüssel zuletzt gesehen hast. Zudem wird dir die Navigation zu gewissen Wegpunkten erleichtert. Wie im Video von Facebook angeteasert, sollten später auch Funktionen wie das automatische Erkennen einer roten Ampel mit einem Warnhinweis dazu kommen:


Die AR-Brille erfasst Daten wie Video- und Audioaufnahmen, Augenbewegungen des Trägers sowie GPS-Standortinformationen. Dies läuft über Kameras und Sensoren der Brille. Aria-Brillenträger haben selbst keinen Zugriff auf die Daten, da diese laut Facebook verschlüsselt eingespielt werden. Anhand einer zusätzlichen App können die Träger einzelne Datenpunkte manuell löschen. Die Daten werden Facebook-Forschern erst zur Verfügung gestellt, wenn diese drei Tage lang nicht gelöscht wurden.

Momentan werden die Tests nur von Facebook-Mitarbeitern sowie Dienstleistern durchgeführt. Die Brillen werden auf Facebook Campus, deren Bürogebäuden sowie in den privaten Wohnungen der Träger ausprobiert. Tests in der Öffentlichkeit sollten auch bald starten, hierzu gibt es aktuell jedoch nur ein paar Randinformationen. Träger der Aria-Brille sollten demnach eindeutig zu erkennende Kleidung tragen. Die Brille selbst weist mit einem Licht darauf hin, dass sie gerade aufzeichnet. Aufzeichnungen können von den Trägern manuell gestoppt werden.

Das Produkt soll 2021 auf den Markt kommen. Dazu hat sich Facebook niemand anderen als EssilorLuxottica, den Produzenten der beliebten Ray-Ban Brillen, mit ins Boot geholt. Damit werden die Brillen auf jeden Fall ein angesagtes Design haben.

Wenn Facebook die Umsetzung wie geplant gelingt, sichern sie sich dadurch einen weiteren Meilenstein in der Geschichte der Technologie. Die digitale und reale Welt könnten so noch weiter zusammengebracht werden.

Der blaue Riese kündigte auch eine Erweiterung der AR Tools & Ads auf Instagram an. 

Über 600 Millionen Menschen nutzen monatlich die Filter der Spark AR Software auf Facebook und Instagram. Mehr als 400.000 Menschen verteilt über 190 Länder veröffentlichten bereits insgesamt 1,2 Millionen Spark AR Filter & Effekte für die beiden Plattformen. Facebook lies durchsickern, dass aufgrund dieser Steigerung auch die Tore für Portal und Messenger geöffnet werden.

Einige Teaser zeigten auch eine Übersicht, wie AR Ads auf Instagram aussehen können. So kannst du zum Beispiel ausprobieren, wie ein bestimmtest Möbelstück in deiner Wohnung aussehen würde. Oder wie dir das neue, trendy Shirt stehen würde. Gerade Werbetreibende werden sich an AR Ads erfreuen, da sie ein komplett neues User-Erlebnis kreieren. 

Infinite Office — das digitale Büro für überall

Als letzten Punkt möchten wir noch das Thema „Infinite Office“ anschneiden.
Aufgrund der Geschehnisse in 2020 ist das Thema rund ums Home Office immer größer diskutiert. Facebooks Infinite Office VR Experience ist ein virtueller Büroraum mit vielen Anwendungsbereichen. Über die Software kannst du Meetings abhalten, auf mehreren Oberflächen arbeiten und gemeinsam mit anderen Personen Projekte bearbeiten. Mit dem Testen der verschiedenen Virtual Reality Alternativen zum traditionellem Büro bereitet sich Facebook auf einen Consumer Shift vor.

Wenn ihr Anregungen oder Fragen habt, freuen wir uns auf eine Nachricht von euch!