Ist es mit Facebook nun vorbei?

Der Datenmissbrauchsskandal der Cambridge Analytica hat die Grundfesten des Social Media-Riesen Facebook erschüttert. Wie wird sich das auf die Zukunft des Online Marketings auswirken?

Das Erfolgsgeheimnis in aller Kürze.

Facebook hat schon immer liebend gern die Daten seiner Nutzer auf alle möglichen Faktoren hin analysiert, um den Unternehmen das Kampagnenmanagement von Werbeanzeigen zu erleichtern. Natürlich lässt sich eine größere und optimiertere Sammlung an Userverhalten besser an den Mann bringen, als schwammig, beziehungsweise nichtssagende Zielgruppen. Diese bieten auch für die Unternehmen keinen großen Mehrwert, wenn sie ihre Kunden nicht identifizieren und mit den richtigen Werbeanzeigen bespielen können.

Dazu sei zu sagen, dass Facebook selbst damit im Jahr 2017 einen Umsatz von 40,46 Milliarden US Dollar erwirtschaftet hat. Doch wie funktioniert das genau? Wenn eine Person bestimmte Inhalte liked, teilt und kommentiert, werden die Daten dieses Users von Facebook den entsprechenden Interessensgruppen zugeordnet. Dabei werden alle relevanten Faktoren, welche der User in seinem Profil gespeichert jedoch nicht zwangsläufig preisgegeben hat, wie Familienstatus, Interessen und der gleichen analysiert. Diese Vorgehensweise verschafft dem werbetreibenden Unternehmen auch die Möglichkeit zukünftiges Verhalten dieser Menschen zu prognostizieren und möglicherweise zu „steuern“.

Mit dem sogenannten „Affinity Score“ lassen sich bestimmte Faktoren mit einer hohen Wahrscheinlichkeit voraussagen. Sieht sich eine Person vermehrt und mit einer längeren Verweildauer ein Produkt an, besteht eine sehr große Chance, dass dieser zu einem späteren Zeit auch dazu geneigt ist, dieses zu kaufen. Deswegen kann mit bestimmten Retargetingmaßnahmen dafür gesorgt werden, dass diese Person auch immer wieder mit diesem Inhalt bespielt wird.

Der Skandal, der eine Lawine auslöste.

Aleksander Kogan, Professor für Psychologie der Universität Cambridge, entwickelte eine App, welche es möglich machte Facebook-Nutzer anhand ihrer Posts zu qualifizieren. Um seine Forschung zu präzisieren erhielt er von Facebook selbst den Zugriff auf 270.000 Profilen und ihren dazugehörigen Freundeslisten. Wenn man diese Profile mit der durchschnittlichen Anzahl an Kontakten (185) multipliziert, erhielt er somit Daten von über 50 Millionen betrachteter Personen. Doch das eigentliche Problem an der Sache war, dass Professor Kogan diese Daten an die Cambridge Analytica weitergegeben hat, was ihm nicht erlaubt war, und diese dann für die Wahlkampfkampagne von Donald Trump 2016 verwendet wurden.

Dies sollte vielleicht ein Wachrütteln in Bezug auf den verantwortungsvollen Umgang mit Facebook-Nutzerdaten sein. Die Datenbanken und Informationen, die das Unternehmen bereits von seinen Nutzern gesammelt und Online Marketern zur Verfügung gestellt hat, bieten ein großes Potential, wenn sie sinnvoll eingesetzt werden. Die aktuellen Vorfälle lösen zwar in den Medien akut breites Entsetzen aus, sind aber auch sachlich zu betrachten: Jemand der sich in der Welt von Facebook und Co. bewegt, muss sich damit einverstanden fühlen, dass die Daten zu Marketingzwecken genutzt werden. Nur so bekommt man zwischendurch von einem Produkt Wind, welches perfekt zu den eigenen Interessen passt, jedoch noch nicht bekannt war.

Jedoch ist nicht alles immer für bare Münze zu nehmen, womit Journalisten um sich werfen. Viele davon haben auch keine Ahnung, wie das Geschäftsmodell von Facebook wirklich funktioniert. Dass sie angeblich die Daten ihrer Nutzer verkaufen, stimmt natürlich nicht. Jeder User macht quasi für die kostenlose Nutzung der Social Media Plattform diese Informationen zugänglich und Facebook selbst stellt diese dann nur zur Verwendung von personalisierter Werbung zur Verfügung. Keinerlei böse Absichten, sondern einfach nur Marketingmaßnahmen, welche durchaus ihre Begründung zur Existenz haben.

By |2018-03-28T11:01:19+00:00März 28th, 2018|

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