Während es auf Facebook nicht erst seit Einführung des Creator Studio ganz normal ist, Beiträge nicht nur á la minute zu veröffentlichen, sondern bei Bedarf auch als Entwurf speichern oder einplanen zu können, war man auf Instagram, LinkedIn, Xing und co. bis dato dazu gezwungen, derlei Vorhaben mittels diverser Publisher-Tools zu erledigen.

Umso lauter die digitalen Jubelschreie, als dann im ersten Quartal dieses Jahres endlich durchsickerte, dass Facebook diese Funktionen zukünftig in einem hauseigenen Tool anbieten würde. Nachdem dann bereits im Frühsommer 2019 das erste Rollout des Instagram Creator Studios über die Bühne gegangen war, dieser jedoch weit über das normale „Gebugge“ hinaus, nicht funktionierte, wurde es schnell wieder ruhig um das ganze Thema. Doch nun scheint es endlich soweit zu sein: Alles da. Alles funktioniert. 🙂

Um zu verstehen, was das genau bedeutet, fangen wir mal ganz vorne an.

Was ist das Instagram Creator Studio?

Also, wenn wir es genau nehmen, wurde kein Creator Studio für Instagram veröffentlicht, sondern das Anfang des Jahres eingeführte Creator Studio, mit dessen Hilfe man nun seinen Facebook-Content veröffentlicht, bearbeitet, einplant und dergleichen, darum erweitert, die selben Funktionen zukünftig auch für seinen Instagram-Account zu nutzen.

Kurz gesagt: Egal, ob ihr eure Facebookbeiträge veröffentlichen, die nächsten Instagram-Postings einplanen oder die jeweiligen Insights betrachten wollt – ihr findet nun alles an einem Ort.

Wie integriere ich meinen Instagram-Account mit dem Creator Studio?

Wenn ihr im Browser eures Vertrauens das Creator Studio öffnet, sollte euch gleich eine kleine Abweichung zum gewohnten Anblick ins Auge stechen: Zentriert in der Kopfzeile findet ihr nun ein kleines Icon mit dem Facebook- und eines mit dem Instagramlogo. (Solltet ihr keine Icons sehen, muss ich euch leider enttäuschen, das Rollout hat euch wohl noch nicht erreicht)

Wie ihr nun bestimmt bereits richtig vermutet, geht es wie folgt weiter: Klickt auf das Instagram-Icon.

Tada. 

Wenn sich nun das Blau des Marktführers in den dezenten Lila-Laune-Farbverlauf von Instagram verwandelt, seid ihr am Ziel angelangt: dem Instagram Creator Studio.

creator-studio-facebook-zu-instagram

Creator Studio | Layout-Wechsel

 

 

Zu Linken eures Bildschirms findet ihr nun unter „Instagram-Konten“ die Möglichkeit, euren Account ins Creator Studio zu integrieren. Folgt dazu einfach den Anweisungen am Bildschirm. 

Welche Funktionen bietet das Instagram Creator Studio?

Ihr seht bestimmt schon: Die wenigen Menüpunkte, die ihr links zu sehen bekommt, lassen auf eine überschaubare Funktionsvielfalt schließen. Recht habt ihr. Wie wir es auch schon vom Instagram Creator Account bzw. Unternehmensprofil kennen, halten sich die Analysemöglichkeiten und weitere Spielereien hier in Grenzen. Unter Insights findet ihr neben den obligatorischen Angaben zur Demographie eurer Community ein paar mehr oder weniger relevante KPIs. Wie zum Beispiel Reichweite, die generierten Websiteklicks oder Beitragsinteraktionen. Und ja, wie in der App beschränken sich diese Einblicke auch im Creator Studio auf die jeweils letzten sieben Tage. Hierzu könnten wir übrigens gut und gerne die eine oder andere Seite mit rhetorischem Kopfschütteln und „Finger-an-den-Kopf-und-dann-bang-bang-bang“-Gesten füllen, werden aber an dieser Stelle darauf verzichten – #geschenktergaul und so.

Warum dann der ganze Hype?

Die neue Funktion, die Influencern, Online-Marketern und Social-Media-Managern die Freudentränen in die Augenwinkel zaubert, verbirgt sich unter „Beitrag erstellen“. Neben der namensgebenden Möglichkeit, hier einfach und unkompliziert (IGTV und) Instagram-Beiträge über den Browser im Desktop zu veröffentlichen, ist es hier nun eben auch möglich, Beiträge so einzuplanen, dass sie zu einem bestimmten Zeitpunkt automatisch veröffentlicht werden. Heureka. Dazu klickt man einfach auf den kleinen Pfeil neben „Veröffentlichen“ und weiters im sich öffnenden Drop-Down-Menü auf „Zeit planen“. Voilà.

Instagram-beitrag-erstellen-im-Creator-Studio

Beitrag erstellen im Creator Studio

Fazit

Auf den ersten Blick mag es überzogen wirken, sich über eine Funktion zu freuen, die es beim blauen Riesen selbst schon seit gefühlt hundert Jahren gibt. Nichtsdestotrotz schmälert das die aktuelle Euphorie mitnichten. Ist es doch ein wichtiger Schritt für alle, die auf professioneller Ebene mit sozialen Medien arbeiten. Die Möglichkeit seine Beiträge nun endlich unabhängig von den großen Publisher Tools wie Hootsuite, Later oder Buffer einzuplanen und automatisch veröffentlichen zu lassen, lässt hoffen, dass Facebook hier endlich bereit ist, die richtigen Schritte zu gehen. Wir gehen diese gerne mit.