LinkedIn hat sich mittlerweile den Platz als die Social Media Plattform für berufliche Kontakte gesichert. Trotzdem sind wir nicht alle große Fans davon, da die Ads weitaus teurer sind als auf anderen Social Media Kanälen. Facebook stellt aufgrund der umfangreichen und kostengünstigen Werbemöglichkeiten den Kanal in den Schatten. Dies soll sich angeblich in diesem Jahr noch ändern. Welche Erneuerungen uns konkret erwarten, erfahrt ihr hier:

More Ads…

Bisher war die Anzahl der verschiedenen Ads auf LinkedIn überschaubar. Bis Ende des Jahres sollte es möglich sein, auch hier Stories und Story Ads zu erstellen. Nicht wirklich überraschend, dass LinkedIn auf diesen Zug aufspringt. Auch die Conversations Ads werden ausgebaut, es werden dynamisch ausgelieferte Message Ads geplant, die mit einem Bot abgerundet werden. Eine längst überfällige Erneuerung, ist die Möglichkeit, dass Unternehmen zukünftig Events erstellen und posten können. Besonders für Jobmessen ist dies wichtig. Ebenfalls kommen im Herbst Reviews für Produkte und Seiten dazu.

More Target Groups…

Wenn es mehr Ads gibt, dann sollte es natürlich auch mehr Targetingmöglichkeiten geben. Bald können wir Business-Interessen-Targeting mit Suchdaten von Bing und auch teilweise unsere Lieblingszielgruppen – genau, ich spreche von Lookalike Audiences – nutzen. Freuen dürfen wir uns auf Käufergruppen Targeting, dabei kann via Datenupload aufgrund von bestehenden Käufer-Daten eine ähnliche Zielgruppe erstellt werden. Wobei das Uploaden von bestehenden Daten immer so eine Sache ist, da es mehrere Hürden bezüglich DSGVO mit sich bringt. Erst im Frühling 2020 erwartet uns das Nurture Targeting, dies soll das Remarketing von Personen auf LinkedIn ermöglichen.

More KPI’S…

Außerdem wird auch die Messbarkeit des Marketings verbessert. Bis Ende des Jahres kann man nicht nur für Klicks, sondern auch für Landing Page Views zahlen. Ein Account-Level Reporting, welches eine genauere Analyse der Ad-Interaktionen ermöglicht, wird ebenfalls im zweiten Halbjahr 2019 realisiert. Durch das Sales Impact Reporting werden Personen, die bereits mit einer Ad agiert haben, mit dem Sales Navigator verknüpft. Das Erstellen eines vollständigen Funnels, welcher über mehrere Kampagnen hinweg fungiert und für bessere Conversionmessung sorgt, ist im Frühling 2020 geplant. Und zu guter Letzt wird auch der Business Manager für LinkedIn optimiert.

Ob diese Erneuerungen wirklich alle durchgesetzt werden und somit für ein besseres Marketing auf LinkedIn sorgen, bleibt natürlich offen. Unserer Meinung nach sollten die Preise für die Ads erheblich gesunken werden, denn nur so kann LinkedIn ernsthaft mit Facebook konkurrieren. Wir sind auf jeden Fall auf die Umsetzung dieser Updates gespannt.