Die ZDF Kinderquizshow „1, 2 oder 3“ ist vielen hoffentlich noch ein Begriff. Für alle anderen: In der Show sollten sich die teilnehmenden Kinder bei diversen Fragen für eine Antwort von drei möglichen entscheiden, indem sie sich klar auf das jeweilige Feld mit der Antwortmöglichkeit positionieren. Du fragst dich jetzt, was dies mit Marketing zu tun hat? Naja, während die meisten Kids diese Aufgabe schaffen, gibt es leider immer noch genügend Unternehmen, die sich nicht klar positionieren können und dies bedeutet oftmals das AUS für die jeweilige Marke. Aber warum ist das so wichtig? Und wie kann man sich klar positionieren? Darauf möchten wir in diesem Blog eingehen:

„Alle auf Position!“

Die erste konkrete Frage für deine Marke lautet natürlich: Wofür steht deine Marke? Was unterscheidet dich von der Konkurrenz? Um dies zu beantworten, braucht es nicht einen langen Text über Unternehmenswerte, sondern nur zwei bis drei Wörter. Klar und einfach. Beschränke dich auf diese! Denn durch die Flut an Werbung, der wir mittlerweile alle ausgesetzt sind, bleibt nur eine einfache und vor allem konkrete Werbebotschaft hängen. Diese sollte fest mit der Marke in den Köpfen der Kunden verbunden sein. Beispiele dafür sind: Red Bull verleiht Flügel und Audi garantiert Vorsprung durch Technik. Grundsätzlich kann eine Marke also nur für eine Idee stehen, alles andere verwässert nur deine Marke und verwirrt deine potenziellen Kunden.

„How can I find my position?“

Dafür gibt es ein paar grundlegende Strategien, an denen du dich orientieren kannst. Die erste davon ist der Erste zu sein. Hast du ein ganz neues Produkt oder eine ganz neue Dienstleistung auf den Markt gebracht? Gratulation! Dann solltest du diesen Vorteil für dich nutzen und dich klar als Original präsentieren. Eine gefährliche Strategie hingehen ist: Der Günstigste zu sein. Dies ist vor allem risikoreich, da andere Wettbewerber dir diese Position schnell abgewinnen können. Saturn stellt mit dem Slogan „Geiz ist geil“ ein Paradebeispiel dafür dar, auch der Möbelhersteller „Ikea“ ist hier zu nennen.

Die dritte und häufigste Strategie ist die Qualitätsstrategie. Dabei hebst du dich von der Konkurrenz ab, indem du exklusiver und hochwertiger bist oder dich zumindest so präsentierst. Apple hat es dadurch sogar geschafft, den Pionier zu überholen, schließlich haben sie die Smartphones nicht erfunden. Auch wenn du nicht der einzige Hersteller bist, der mit Felsquellwasser das Bier braut (Krombacher), du musst dies dennoch erfolgreich für dich beanspruchen und in den Köpfen der Kunden verankern.

Die letzte Positionierungsstrategie zielt darauf ab, eine Nische zu besetzen. Du hast ein Produkt, welches nicht für die breite Masse geeignet ist? Dann ist dies deine Strategie. Hier kommt es auf die besonderen Bedürfnisse der Kunden an, die du mit deinem Produkt stillst. MyMuesli ist in dieser Hinsicht sehr erfolgreich, sie zielen auf Personen ab, die beispielsweise keine Rosinen oder Ähnliches in ihrem Müsli möchten.

Falls du deine Marke noch nicht klar positioniert hast, dann wird es jetzt höchste Zeit loszulegen! Weitere nützliche Tipps findest du in dem Buch „Meine Marke. Was Unternehmen authentisch, unverwechselbar und langfristig erfolgreich macht von Hermann H. Wala (2018).