Das Einkaufen und Verkaufen im Internet ist natürlich nichts Neues. Dass die sozialen Medien immer mehr auf diesen Zug aufspringen, ist aus unserer Sicht ebenfalls nicht überraschend. Doch wird dies wirklich von den Usern genutzt? Unsere Einschätzung dazu hier:

Erster Versuch – Facebook

Der Marketplace auf Facebook ist bereits ein alter Hut, da er schon im August 2017 eingeführt wurde. Obwohl der Start etwas holprig war, wird er mittlerweile von über 800 Millionen Menschen (Stand Oktober 2018) genutzt – für uns eine ernstzunehmende Zahl. Besonders für die Automobilbranche wird er immer interessanter. Allerdings haben wir selbst auch schon negative Erfahrungen mit dem Marketplace gesammelt. Hier findet man leider nicht nur seriöse Angebote: Beispielsweise einen Mercedes benz c 200 für einen Euro (wobei sich hier oftmals die Verkäufer nicht auf einen Preis festlegen wollen). Auch die Abwicklung eines Kaufs- oder Verkaufsvorgangs hat noch viel Optimierungspotenzial, denn dieser läuft über die privaten Nachrichten auf Facebook. Hier melden sich dann oft sehr viele Kandidaten (bei einem Verkauf), die es jedoch nicht wirklich ernst nehmen. Wenn man sich durch diverse Foren stöbert, dann merkt man, dass jetzt nicht gerade eine große Begeisterung bezüglich des Marketplace herrscht.

Zweiter Versuch – Instagram

Instagram ist im Gegensatz zu Facebook die Plattform für Influencer. Schon allein deshalb ist es naheliegend, dass sich auf diesem Kanal ein Marktplatz langsam etabliert. Mittlerweile klicken schon über 90 Millionen Nutzer die sogenannten „Shoppable Posts“ an, dabei handelt es sich um Beiträge, auf denen ein oder mehrere Produkte mit Preis und Produktnamen markiert sind. Klickt man drauf, dann kommt man direkt in den Onlineshop zum Produkt. Für die Uhrenmarke „Paul Valentine“ ist Instagram sogar der Sales Kanal Nummer eins. Andere Unternehmen verzichten bereits auf einen Onlineshop auf der eigenen Website und benutzen nur noch den Shop auf Instagram und das sehr erfolgreich. Als Beispiel ist hier der Account „deinglucksbringer“ zu nennen, welcher sich über 60.000 Abonnenten freuen darf und den gesamten Geschäftsprozess über Instagram abwickelt. (Nur die Logistik und die Bezahlung erfolgt nicht auf dem Kanal.)

Fazit

Der erste Versuch von Facebook einen attraktiven Marketplace einzuführen scheiterte unserer Meinung nach. Obwohl es zwar möglich ist, dass durch einige weitere Optimierungseinstellungen der Markt auf Facebook seriöser wird. Dennoch sehen wir mehr Potenzial auf Instagram. Hier dürfen wir im kommenden Jahr mit einigen neuen Features zu diesem Thema rechnen. Deshalb unsere klare Empfehlung an alle Unternehmen mit Shop, sich dieser Entwicklung genauer zu widmen. Ihr traut euch nicht drüber? Wir helfen gerne weiter.