Ok, im ersten Moment haben die Schwärme im Meer nichts mit dem Schnee im Winter zu tun. Beides ist keine Sensation, sondern ein natürliches Phänomen. Aber wunderst du dich nicht auch, warum fast all deine Freunde auf Instagram ein Schneefoto posten oder gehörst du vielleicht selbst dazu und hast erst gestern ein Foto von dir beim Schneeschaufeln auf Facebook gestellt? Dann unsere Frage an dich: „Warum?“ – schließlich ist es mittlerweile bekannt, dass einige Bundesländer Österreichs im Schnee nahezu versinken. Wir haben da unsere eigene Theorie:

Abraham Maslow knows it…

Habt ihr diesen Namen schon mal gehört? Hoffentlich 😉 – denn dieser amerikanische Psychologe wurde bekannt für seine Bedürfnispyramide, die immer noch Gültigkeit besitzt. Und die oberste Spitze der Pyramide enthält die Selbstverwirklichung. Wir haben somit alle das Bedürfnis uns mitzuteilen, den anderen zu zeigen, wer wir sind und was uns interessiert. Davon sind manche zwar mehr und manche weniger betroffen, aber dennoch verspürt jeder Mensch dieses Bedürfnis.

In den sozialen Medien können wir dies schnell und einfach stillen und uns obendrauf einen Ego-Booster verpassen. Du bist ein Fitnessfreak? Ein Hundeliebhaber? Oder du spielst schon seit deinem zehnten Lebensjahr Klavier? Ich wette mit dir, dass wir dies anhand deines Profils erkennen können. Und wenn du kein besonderes Talent hast, um anzugeben, dann hast du bestimmt den größeren Schneehaufen vor deinem Garagentor. Wir haben alle das Bedürfnis uns gegenseitig zu übertreffen und somit Aufmerksamkeit zu bekommen. Dies kann sich speziell auf eine aktuelle Thematik wie Schnee konzentrieren. Schließlich wollen wir alle mit einem Foto mitreden. 

…and now?

Soviel zum Schnee im Winter, doch was ist jetzt mit den Schwärmen im Meer und wie soll dir das beim Marketing helfen? Ganz einfach: Nutze das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung für dein Marketing, indem du deine Community aktiv fragst und einbindest. Frag sie nicht nur, ob sie dir Feedback zu deinem Unternehmen geben, sondern auch nach ihren persönlichen Vorlieben oder ihrem Wissen.  Und wenn du noch einen Schritt weitergehen willst, dann nutze ein aktuelles Thema und somit das natürliche Schwarmverhalten der Menschen. Demnach tun wir nämlich alle grundsätzlich das, was andere tun. ( Ich entschuldige mich an dieser Stelle bei allen, die denken dass sie ganz anders sind. Ihr seid natürlich eine Ausnahme und etwas Besonderes 😉 ). Nur dadurch sind Trends überhaupt möglich. Alle tragen weiße Schuhe? Ok, dann kaufe ich auch welche. Alle posten ein Foto vom Schnee? Ok, ich habe vor meiner Tür auch viel Schnee. Wir orientieren uns an anderen und damit sind wir keine Ausnahme, auch die Tiere machen das so (Und hier sind sie auch schon, die oben erwähnten Fischschwärme im Meer). Also müssen wir uns dafür nicht schämen. Schließlich ist ein WIR-Gefühl, welches durch das Schwarmverhalten aufkommt, etwas Schönes und gibt uns auch Sicherheit.

Deshalb fordere doch deine Community auf, ein Schneefoto zu posten. Frag sie, was sie zu Weihnachten essen oder wünsche ihnen alles Gute zum Valentinstag. Die Zeit, permanent die eigenen Produkte anzupreisen, ohne dabei auf die Community einzugehen, ist eindeutig vorbei. Dadurch Interesse zu zeigen, hast du mehr Chancen auf eine hohe Reichweite. Du bist jetzt voller Tatendrang, aber es scheitert nach wie vor an der Umsetzung? Wie helfen dir gerne. 🙂